CMD-Academy

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Das „Institut für Temporo-Mandibuläre Regulation (ITMR)“ wurde von Walter Schöttl 1970 gegründet, um die Aufwachslehre nach Lundeen in Deutschland einzuführen. Einige bekannte Referenten aus den USA hatten hier ihr erstes Debut in Deutschland, darunter Prof. Lundeen, Bert Wiebrecht (Crozat-Technik) und Dr. Bill Farrar (Arthrographie, Entdeckung der anterioren Diskusverlagerung). Heinz Polz war als Zahntechniker in der Praxis von Dr. Schöttl angestellt und half bei der Weiterentwicklung der Okklusions- und Audwachskonzepte, die er später nach seinem Ausscheiden in eigenen Kursen lehrte.

Mit der Rückkehr von Rainer Schöttl aus den USA 1985 änderte sich der Fokus im ITMR und anstelle der kiefergelenkorientierten Betrachtung der Funktion trat die neuromuskuläre Funktion des Kausystems und die Myozentrik. Im ITMR bestehende Okklusalkonzepte wurden mit den Erkenntnissen von Bernard Jankelson kombiniert und im Lauf der Jahre erfolgte die Entwicklung einer Reihe neuer Instrumente zur Modellübertragung gemäß der neuromuskulären Funktion in den Artikulator und schließlich auch die Entwicklung eines neuen Artikulators, der habituellen Kieferbewegungen simuliert, statt geführter.

Mit zunehmender Verbreitung der CMD orientierten sich die Kurse im ITMR immer mehr an diesem Thema, bis vor einigen Jahren das flüssiger auszusprechende Synonym „CMD-Academy“ eingeführt wurde.

CMD Academy Kurs "Funktionsgerechte Modellübertragung". 9.-10.3.2018 in Erlangen

Was ist anders, worum geht es?

In der Gnathologie wird die Kieferposition/-bewegung in Form einer Drehachse (Scharnierachse) und Exkursionswinkeln in zwei Ebenen beschrieben, mit denen diese Achse bei Grenzbewegungen in der Horizontalen verschoben wird. Das kann aus mehrfachen Gründen zu Fehlern und Ungenauigkeiten führen, wenn z. B. eine Bisslage im habituellen Bewegungsmuster ermittelt wird, im Artikulator dann aber um die terminale Scharnierachse (= retrale Grenzbewegung) abgesenkt wird. Beide Bewegungen weisen erkennbar unterschiedliche Vektoren auf, so dass es im Artikulator schnell zu Artefakten kommt.

Genau hier unterscheidet sich auch die Artikulationslehre, an der ich seit den 90-er Jahren arbeite: Wir beschreiben Modellpositionen/-bewegungen mittels Vektoren und Winkeln um drei Lageachsen. Dies ermöglicht eine Artikulatorprogrammierung von habituellen Bewegungen, die nicht an eine Scharnierachse gebunden ist, die nur durch Manipulation/Verfälschung des craniomandibulären Bewegungssystems ermittelbar ist.

Eine typische Frage lautet: „Aber erfasse ich denn nicht alle möglichen Bewegungen, wenn ich die Grenzbewegungen ermittle“? Die erstaunliche Antwort ist „nein“!

Hier bezieht man sein Wissen direkt von der Quelle, nicht über mehrere Ecken. Und wir nehmen uns die Zeit, die nötigen Handgriffe mit Ihnen einzustudieren. Am besten mit Ihrem ganzen Team, Zahnarzt, Zahntechniker und Helferin, damit es am Montag darauf gleich losgehen kann!

Details zum Kurs und die Möglichkeit zur Online-Anmeldung finden Sie hier.

CMD Academy Kurs "CMD&Myozentrik" am 4.-6. Mai. 2018 in Erlangen

Die Bissnahme ist oft noch ein Unsicherheitsfaktor, vor allem bei CMD-Patienten. Das liegt in erster Linie an unphysiologischen Vorstellungen zur Funktion, die man im Studium, oder in gnathologischen Kursen entwickelt hat. Es geht nicht darum, auf Biegen und Brechen mit einer Scharnierachse zu arbeiten, die fast kein Mensch in seiner natürlichen Kieferbewegung hat, sondern es geht darum, die Muskulatur mit ihrer komplexen Steuerung zu verstehen.

Dafür braucht es keine teueren Geräte, nur ein anderes Verständnis. Zeichen erkennen und interprätieren lernen, in wie fern diese Hinweise auch mögliche Verschiebungen der Bisslage geben. Testen, ob der Unterkiefer mit entspannter Muskulatur die Position einnimmt, die zu der Interpretation dieser Zeichen passt. Dafür muss man Techniken erlernen, wie man die kaumuskulatur auf der Stelle gesichert entspannen kann. Und man braucht eine Vorgehensweise, wie man eine solche Kieferlage dann in einem Bissregistrat festhält, ohne sie dabei wieder zu verändern.

Achtung: Dieser Kurs geht über 2 ½ Tage und fängt daher am Freitag schon morgens um 9:00 Uhr an! Die Anmeldung erfolgt am besten hier online:

  1. Schritt: Datum auswählen
  2. Schritt: Teambildung auswählen. Wir fürdern die Bildung im Team mit Zahntechniker und Helferin mit Sonderpreisen! Teambildung hat den Vorteil, dass man ohne lange Diskussionen sofort mit dem neu Erlernten loslegen kann und jeder weiß, was er zu tun hat.
  3. BuchungslisteSchritt: Grünen Knopf klicken.
  4. Zur Kasse gehen.


Gerne können Sie sich vorher aber auch erst ein wenig einlesen, z. B. mit meinem Artikel zur Myozentrik, der 2013 in der Quintessence Zahntechnik erschienen ist. Sie finden ihn hier im Volltext. 



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